| Müssen alles fürs Triple A tun | ||||
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Der Finanzrahmen bis 2015 macht deutlich, wie angespannt die finanzielle Situation der Republik ist. Eine Umkehr der Schuldenpolitik ist laut Moser daher dringend erforderlich Wien. Rechungshof (RH)-Präsident Josef Moser sorgt sich um die Bonität der Republik Österreich. Angesichts der bis 2015 um 53 Milliarden auf Eine Umkehr der Schuldenpolitik sei dringend erforderlich. Doch danach sehe es derzeit nicht aus: Der am Freitag im Nationalrat behandelte Finanzrahmen bis 2015 habe laut Moser „keine einzige Strukturreform eingeplant". Statt Kostenabbau steigen die Staatsausgaben kontinuierlich weiter - von 73,6 Milliarden € im Jahr 2012 auf 75,5 Milliarden € bis 2015. Das reiche nicht einmal aus, um die Aufwendungen für Zinsen und Pensionssteigerungen in Höhe von 2,2 Milliarden € abzudecken. Mosers Fazit: „In den kommenden Jahren steigen die Schulden im gleichen Ausmaß wie in der Krise." In den Krisenjahren 2006 bis 2010 sind die Staatsausgaben um 44 Milliarden € gestiegen, bis 2015 sind es 53 Milliarden €. Zwei-Klassen-Medizin Moser mahnt dringlich die überfälligen Strukturreformen ein: „Die Maßnahmen der Arbeitsgruppe Konsolidierung liegen bereits vor." Ganz oben auf der Wunschliste des RH-Präsidenten stehen dabei Pensions-, Gesundheits- und Bildungssystem. Das Gesundheitssystem sei, so Moser, „mehr auf die Erhaltung der Strukturen und nicht auf die Versorgung der Menschen" ausgerichtet. Stationäre Versorgung, Rehabilitation und Pflege müssten einheitlich geregelt werden, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen. Moser: „Dem Gesundheitsbereich kann kein Cent weggenommen werden, aber es müssen alle Ressourcen und Potenziale gehoben werden, sonst droht ein medizinisches Zwei-Klassen-System." Die Ankündigung möglicher Steuersenkungen von Finanzministerin Maria Fekter will Moser nicht beurteilen - aber: „Steuerliche Änderungen sind nur dann sinnvoll, wenn dadurch der Standort gestärkt und die Kaufkraft erhöht werden." Die Erhöhung des Wirtschaftswachstums sei zum Schuldenabbau nämlich mindestens genauso wichtig wie die Kostenreduktion. Jedenfalls müsse man dafür den Spielraum haben, was ohne Strukturreformen eben nicht möglich sei. Moser zum Status quo des Landes: „Es gibt keine Entwarnung; die Situation ist bedrohlich." Quelle: www.wirtschaftsblatt.at
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